29. Juli, der „Erdüberlastungstag“ 2021

Nehmen wir mal die coronabedingte „Verzerrung“ raus. Und vergleichen das Jahr 2021 mit 2019. In diesem Jahr sind wir mit der Überlastung drei Tage früher dran. Nicht vergessen: ca. 1/2 Jahr liegt noch vor uns. Und in der verbleibenden Zeit wollen wir auch leben…

Das, was uns als Menschheit „erneuerbar“ zur Verfügung steht, wird nach diesem Modell (siehe >BioScience<), am heutigen Tag verbraucht. Für den Rest des Jahres leeren wir das „Lager“.

Und wenn wir uns dort nicht mehr bedienen können?

Spätestens dann beginnt das „lernen unter Schmerzen“.

In meiner Wahrnehmung zielt die Lobbyarbeit, so wie sie heute betrieben wird, darauf ab, unser Aller Lager möglichst effizient und erfolgreich zu plündern. >Das sollte man tun, solange noch etwas zu holen ist, danach sehen wir weiter<.

Solche kurzfristigen wirtschaftlichen Überlegungen sind für mich durchaus nachvollziehbar (jedoch keinesfalls wünschenswert). Geprägt wird es durch ein Umfeld, das sich durch harten Wettbewerb und einer „schneller, höher, weiter“ Kultur auszeichnet. Selbst diejenigen, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben, müssen sehr vorsichtig agieren, sonst fliegen sie schneller aus der Kurve als ein Fahrzeug in der Formel 1.

Was bleibt?

Die Aufgabe für uns Alle lautet, über eine neue Verteilung der Lasten nachzudenken. Und zwar so, dass sie getragen werden können und uns gleichzeitig in den Korridor des erneuerbaren zurückführen. Betroffen sind wir Alle. Die Vorstellungen über das „wie“ sind individuell, vielfältig, „bunt“. Für eine Lösung ist die Beteiligung der Lastenträger unabdingbar. Sie sind die Betroffenen.

Verteilungskonflikte mit der Methode des >Konsent< bearbeiten mag irritieren, wie Alles, was neu und unbekannt ist. Wir bitten daher um einen Vertrauensvorschuss. Das Thema „partizipative Neuverteilung“ ist uns wichtig! Für uns geht es hier um viel mehr, als um ein „Geschäft“. Denn auch wir sind Lastenträger, und damit Betroffene. Und auch wir wollen beteiligt sein.

Holz
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